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Wahrnehmungsförderung

Leistungen

Hörwahrnehmungstraining

Das Wahrnehmungstraining mit Audiva testet, trainiert und automatisiert die grundlegenden Fertigkeiten, die die Voraussetzung für einen reibungslosen Schriftspracherwerb bilden.

Das Hörwahrnehmungstraining umfasst Tests und Übungen sowie das Training mit dem Lateraltrainer. Vielfach wird das Training im Bereich der Lese-Rechtschreibschwäche eingesetzt, es dient aber auch der Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und hat außerdem eine ausgleichende Wirkung bei ADHS und ADS.
Die besondere Wirksamkeit des Trainings beruht auf einem Vorgehen, durch das das Gehirn spielerisch und intuitiv lernt. Ziel der Therapiemethode ist es, die Low-Level-Fertigkeiten zu automatisieren und die Koordination der beiden Gehirnhälften zu optimieren. Das Training ist frei von Nebenwirkungen und die Wirksamkeit verlischt nicht mit Absetzen der Therapie, da automatisierte Abläufe bestehen bleiben.

Wann hilft das Training?

Wissenschaftliche Studien belegen, dass lese- bzw. rechtschreibschwache Kinder häufig ein Automatisierungsdefizit in der zentralen Hörverarbeitung aufweisen. Stellt sich nach einem Test heraus, dass dies bei einem Kind der Fall ist, ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich mit dem Hörwahrnehmungstraining auch die Lese- und Rechtschreibleistung der Kinder signifikant verbessern.

Bei Schulanfängern

Eine Studie zeigt, dass nach einem Jahr 50 % der ABC-Schützen die Freude an der Schule verloren haben.
Durch das Verfahren können wir erreichen,

  • dass Ihr Kind auf Hörinformationen aufmerksamer wird

  • dass es Lerninhalte nicht mehr so schnell vergisst

  • dass es links und rechts besser unterscheiden kann

  • dass es feine Unterschiede zwischen Geräuschen und Sprachlauten besser erkennt

  • dass es die eigene Stimme besser wahrnimmt

  • dass es laute Geräusche besser erträgt

  • dass es motorisch geschickter wird

  • dass es Sprachen/Fremdsprachen leichter erlernt




Wie sieht das Training aus?

Das Training  geschieht mit dem Lateraltrainer spielerisch und selbstgesteuert, entweder als Bestandteil der Lerntherapie oder als selbständiges Training, ergänzend zur wöchentlichen Lerntherapie. Das Training besteht aus zwei Teilen: Phase A (Musiktraining) und Phase B (sprachliche Integration.)

Phase A
Die Musik, die durch den Kopfhörer gehört wird, klingt verändert. Anfangs nimmt man diese Veränderung kaum wahr, mit fortschreitendem Training jedoch immer mehr.
Die Bewegung der Klangfarben von Ohr zu Ohr (Lateraltraining) stimuliert die neuronalen Verbindungen zwischen beiden Ohren in den Hörbahnen. Gleichzeitig werden die hohen Töne in Musik und Sprache durch das Hochtontraining deutlicher. Dies regt die Nervenbahnen verstärkt an, der Hirnstoffwechsel wird angekurbelt und neue Nervenverknüpfungen entstehen.
Phase B
In dieser Trainingsphase wird das Musikhören fortgeführt, allerdings reduziert. Phase B beinhaltet nun das Hören von Sprache. Hierfür werden spezielle
Übungen via Kopfhörer vermittelt. Über Mikrofon, Audiva-Gerät und Kopfhörer werden dabei Wahrnehmung und Selbstkontrolle der Stimme verstärkt.


Theoretische Grundlagen

Es gibt eine Reihe wissenschaftlich belegter Zusammenhänge zwischen einer Lese-Rechtschreibstörung bzw. -schwäche, ADHS/ADS und Schwierigkeiten bei verschiedenen grundlegenden Fertigkeiten.

Die Kompetenz, Sprache zu verstehen, lässt sich in fünf aufeinander aufbauenden Stufen einteilen. Sätze verstehen wir, indem wir die einzelnen Wörter begreifen; diese zu verstehen beruht auf der Fähigkeit, Silben und Laute wahrzunehmen. Auf der untersten Ebene analysieren wir unbewusst und völlig automatisch unter anderem den zeitlichen Ablauf und die Tonhöhe des Gehörten, die so genannten Low-Level-Fertigkeiten. Besonders auf dieser untersten Stufe haben Kinder mit Problemen beim Lesen und/oder Schreiben häufig gravierende Schwierigkeiten, die sich dann auf die höheren Ebenen auswirken. Oft fallen Defizite in diesem Bereich lange nicht auf, da sie von den Kindern auf einer anderen Ebene kompensiert werden. Jede Ersatzstrategie geht jedoch auf Kosten der geistigen Ressourcen, so dass andere Leistungen zwangsläufig nicht ohne Anstrengung und fehlerfrei erbracht werden können.

Neun grundlegende Fertigkeiten können getestet und trainiert werden:

1. Visuelle Ordnungsschwelle
ist die Zeitspanne zwischen zwei Sehreizen, die benötigt wird, um diese getrennt wahrzunehmen und in eine Reihenfolge bringen zu können. Sie spielt eine wichtige Rolle beim Lesen.
2. Auditive Ordnungsschwelle
ist der kürzeste zeitliche Abstand zwischen zwei Lautreizen, die noch in eine Reihenfolge gebracht werden können. Sie erlaubt uns die Unterscheidung zwischen d/t, b/p und g/k.
3. Richtungshören
wird benötigt, um Geräusche und besonders Sprache aus unterschiedlichen Richtungen gezielt wahrnehmen und zuordnen zu können. In einer Schulklasse liegt der Geräuschpegel zwischen 50 und 60 Dezibel, so dass die einzelne Stimme der Lehrkraft gezielt herausgehört werden muss.
4. Tonhöhenunterscheidung
benötigt man für die Vokalerkennung sowie für die Erkennung von Betonung und Sprachmelodie.
5. Synchrones Fingertapping
ist eine auditiv-motorische Koordination, die z. B. beim Schreiben eines Diktats unerlässlich ist, da die auditiven Reize sofort in die Handbewegung umgesetzt werden müssen.
6. Wahl-Reaktionszeit
ist die Zeit, in der so schnell wie möglich eine Entscheidung getroffen werden und die Reaktion darauf erfolgen muss, z. B. bei der Buchstabenerkennung.
7. Tonfolgenunterscheidung
ist eine besonders wichtige Fähigkeit, um bestimmte auditive Laute eindeutig von anderen abgrenzen zu können, z. B. bei Minimalpaaren.
8. Tonlängenunterscheidung
dient zur Unterscheidung minimaler Tonlängen-Unterschiede und wird hierbei trainiert.
9. Hemisphären-Koordination:
Beim lateralisierten Synchronlesen wird die Koordination der beiden Hirnhälften verbessert, denn diese ist bei LRS-Kindern häufig beeinträchtigt.


 
 
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