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Lernförderung/Lerntherapie

Leistungen

Das Problem
Lesen, Schreiben und Rechnen sind elementare Kultur- und Kommunikationstechniken. Sie sind unentbehrlich für jede Form der Ausbildung. Ihre Beherrschung wird folglich von der Gesellschaft erwartet.

Lesen, Schreiben und Rechnen sind Ergebnisse vielschichtiger Entwicklungs- und Lernprozesse, die wegen ihrer Komplexität sehr störanfällig sein können. Viele Schüler erleben, dass sie nicht erfolgreich schreiben, lesen oder rechnen können, obwohl sie intelligent sind und sich sehr bemühen.

Der Leidensweg beginnt, von dem meist ganze Familien mitbetroffen sind. Falls die Schwierigkeiten nicht frühzeitig erkannt und durch schulische oder außerschulische Fördermaßnahmen behoben werden können, besteht die Gefahr, dass sie sich zu handfesten Lernstörungen verfestigen.

Was ist Lerntherapie und wer braucht sie?
Die integrative Lerntherapie verbindet die Wiederherstellung der positiven Lernstruktur mit den verschiedensten Trainingsformen zur Förderung von Lernvoraussetzungen (z. B. Wahrnehmung, Feinmotorik, Konzentration), zur Verbesserung der Lerntechniken, zur Kompensation von Defiziten (z. B. visuelle und auditive Schwächen) sowie zur fachdidaktisch fundierten inhaltlichen Arbeit am kritischen Lerninhalt (Sprache, Mathematik, etc.). Sie gründet sich deshalb selten auf eine einzige Methode, ein Übungsverfahren oder auf einen isolierten Therapieansatz, sondern integriert verschiedene Elemente, individuell und ganzheitlich auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Schülers abgestimmt, und ist auf die Zielvorgaben der Lernstruktur ausgerichtet.
Wie?
Zuerst müssen wir das Kind verstehen, das ist unser erster Schritt. Die wirklichen Schwierigkeiten von Randproblemen herauszufiltern und an den Stärken des Kindes/des Schülers anzusetzen und es/ihn zu motivieren, ist dann unsere Aufgabe. Durch das Eingrenzen der Schwerpunkte und die Festlegung der Förderinhalte zeigt sich relativ bald eine Entspannung der Situation zu Hause und in der Schule. Sie als Eltern werden unterstützend beraten und begleitet. Verbesserungen und Lernerfolge werden u. a. durch Tests und Lehrergespräche sichtbar.

Lerntherapie benötigen Kinder und Jugendliche bei einer genetisch angelegten Legasthenie und Dyskalkulie oder bei einer erworbenen Lese- und Rechtschreibschwäche oder Rechenschwäche.
Wichtig ist, zu unterscheiden zwischen angeborener und erworbener Problematik.
Aber Lernstörungen können auch andere Gründe haben.

Warum benötigen heute immer mehr Kinder eine Lerntherapie?

Nicht alle Kinder sind in der Lage, mit dem Lernstoff in der Schule mitzukommen. Verkürzte Schulzeiten (G 8) setzen immer mehr Kinder unter Druck. Misserfolge in der Schule nagen am Selbstbewusstsein des Kindes. Ohne Motivation durch Erfolge schleicht sich immer mehr ein Vermeidungsverhalten ein. Folglich werden durch Vermeidung auch die schulische Leistungen immer schlechter. Das Kind entwickelt psychosomatische Symptome wie Bauch- und Kopfschmerzen und will nicht in die Schule gehen. Die ganze Familie leidet .... jetzt wird es Zeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen ....

Sie kommen zu uns, weil Ihr Kind ...

  • langsam und stockend liest ...

  • langsam und fehlerhaft schreibt ...

  • Buchstaben, die ähnlich aussehen, verwechselt ...

  • Sprachprobleme hat oder die Sprachentwicklung verzögert ist ...

  • den Sinn des Textes beim Lesen nicht versteht ...

  • plötzlich Bauch-und Kopfschmerzen bekommt, wenn in der Schule eine Arbeit geschrieben wird ...

  • Vermeidungsverhalten im Zusammenhang mit der Schule entwickelt ...

  • Schulangst wegen Schulschwierigkeiten aufweist ...

  • Konzentrationsprobleme hat ...


Legasthenie, Dyskalkulie, LRS und Rechenschwäche

Die folgenden Probleme können bei Legasthenie und/oder LRS auftreten:

sehr langsames und stockendes Lesen
Buchstaben werden ausgelassen und vertauscht
bekannte, einfache Wörter werden immer falsch geschrieben
Buchstaben werden in falscher Lage wiedergegeben (b/d)
ähnlich klingende Buchstaben werden vertauscht (g/k)
Aufmerksamkeit/Konzentration können nicht lange gehalten werden
schlechte Handschrift
Probleme in der Feinmotorik

L
egasthenie ist eine im Menschen vorhandene, genbedingte, durch Vererbung weitergegebene Veranlagung.
Durch gengesteurte  Entwicklungsprozesse im Gehirn werden die Sinneswahrnehmungen beeinflusst.

Pädagogische Definition:

"Ein legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt
seine Umwelt differenziert anders wahr; seine Aufmerksamkeit lässt, wenn er auf
Buchstaben oder Zahlen trifft, nach, da er sie durch seine differenzierten
Teilleistungen anders empfindet als nicht legasthene Menschen. Dadurch ergeben
sich Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreiben und Rechnens."

Die Legasthenie kann nicht überwunden oder "repariert" werden, sondern wird den betroffenen Menschen ein Leben lang begleiten. Dennoch werden durch spezielles Training für die Aufmerksamkeit und Training der Schärfung der Sinneswahrnehmungen, die man für das Schreiben, Lesen und Rechnen unbedingt benötigt, die Symptome, sprich Rechtschreibfehler und Leseschwäche, gemildert.

Im Gegensatz zur Legasthenie wurde die LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) im Laufe des Schullebens erworben und tritt unter Umständen nur zeitweise auf. Sie ist bedingt durch psychische und/oder physische Ursachen. Eine LRS kann mit speziellem Training und durch die Veränderung der äußeren Bedingungen durchaus überwunden werden.


Wie erkennt man Legasthenie/Dyskalkulie ?

Grundsätzlich spricht man von einer Primärlegasthenie und/oder Primärdyskalkulie, wenn man Folgendes beobachten kann:

  • eine zeitlich begrenzte Unaufmerksamkeit des Kindes beim Schreiben, Lesen und Rechnen, d. h., wenn es unmittelbar mit Buchstaben-und/oder Zahlensymbolen beschäftigt ist

  • differente Sinneswahrnehmungen, die nicht ausreichend für das Erlernen des Schreibens, Lesens und Rechnens geschärft sind

  • durch unscharfe Sinneswahrnehmungen und die daraus folgende Unaufmerksamkeit entstehen Wahrnehmungsfehler

  • Probleme mit den Grundrechenarten

  • Probleme bei der Lösung von Textaufgaben

  • Zahlen werden ausgelassen oder vertauscht

  • Zahlen werden in falscher Form wiedergegeben (6/9)

  • ähnlich klingende Zahlen werden vertauscht (19/90)

  • schlechtes oder fehlendes Mengenverständnis


Einen Unterschied zwischen Legasthenie und LRS oder Dyskalkulie und Rechenschwäche zu erkennen, ist nur für eine in dieser Disziplin ausgebildeten und qualifizierten Person möglich!

Natürlich dürfen sowohl bei einem legasthenen/dyskalkulen Kind als auch bei einem Kind mit LRS und Rechenschwäche eventuelle Sekundärproblematiken nicht außer Acht gelassen werden.

Unsere Ziele

  • Stärkung der gesamten Persönlichkeit

•    Stärkung der Wahrnehmung in allen Bereichen (Eigenwahrnehmung, visuell, auditiv, taktil-kinesthätisch, vestibulär)
•    Aufbau sozial-emotionaler Kompetenzen (ein positives Selbstbild, Offenheit, Rücksicht, Bindungsfähigkeit, Lebensfreude,                              Selbstwirksamkeit ...)
•    Erlernen von schulischen Fertigkeiten, Verbesserung und Handlungskompetenzen
•    Kentnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbauen und verbessern, außerdem soziale Verhaltensmuster optimieren
•    Spannungsabbau und Erleichterung durch gut funktionierende Methoden, dadurch können dann bestehende Probleme im Alltag besser                             bewältigt werden
•    Erweiterung der Sprachkompetenzen (Wortschatzerweiterung, verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten)
•    Ausbau der kognitiven Fähigkeiten (Verminderung von Lern-und Leistungsschwächen)
•    Förderung motorischer Fähigkeiten

 
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